Bloggen Computerzeug

Wer hätte das gedacht? Apple ist eine normale Firma…

Es ist ja schon lustig. Uns Apple-UsernJüngern wird ja immer vorgeworfen, wir würden nicht akzeptieren wollen, dass Apple einfach nur eine ganz normale Firma ist, die einfach nur Geld verdienen will. Aber wehe, Apple verhält sich mal genau so wie viele andere Firmen…
Der Installer für das Flash-Plugin unter Windows hat mir letztens noch irgendeine Security-Software von Norton mit angeboten, Yahoo will zusammen mit dem Messenger auch gleich die Toolbar auf dem User-Rechner unterbringen usw. Aber sobald Apple im Software-Update nicht nur ein iTunes-Update anbietet, sondern eben auch die Installation von Safari, dann ist das Geschrei gross. Unbestritten: es wäre userfreundlicher gewesen, hätte Apple darauf verzichtet Safari im Updater vorab zu selektieren. Aber mal ernsthaft: sollte man sich nicht langsam daran gewöhnt haben zu lesen, was da über dem “Installieren”- oder “Annehmen”-Button steht bevor man klickt? Ein heimliches Unterschieben von Safari ist es jedenfalls nicht. Es wird auf die Faulheit der User gesetzt, die ohne zu lesen die Default-Auswahl übernehmen. Aber darauf setzt nicht nur Apple, darauf setzen viele Firmen.
Wir halten also fest: Apple ist keine Religion, kein Verein mit dem Ziel der Weltverbesserung, sondern nur eine ganz normale Firma. Apple will Geld verdienen und daher will Apple, dass ich Geld für Apple-Produkte ausgebe. Und ganz offen: so lange die Produkte (für mich) taugen gebe ich liebend gern das Geld dafür aus.

Veröffentlicht von

Ein humanistischer Misanthrop (oder umgekehrt), der seit sehr vielen Jahren Dinge ins Internet schreibt und das weiter tut. In diesem Weblog finden sich nun aktuelle Beiträge und alte Beiträge seit 2004, die das Löschen von reichlich altem Scheiß überlebt haben.

19 Antworten auf “Wer hätte das gedacht? Apple ist eine normale Firma…”

  1. Wobei man schon anmerken muss, dass Apple da schon etwas penetrant versucht iTunes + QuickTime + Safari an den Mann bzw. auf den Rechner zu bringen. Ich erinnere mich, wie ich früher mal QuickTime herunterladen wollte und man mir immer auch iTunes unterschieben wollte, bis ich dann endlich mal einen Download-Link fand, wo man nur QuickTime herunterladen konnte.

  2. ich sag’s ja: eine normale Firma eben, die wollen Geld verdienen, Marktanteile ausbauen… und dass bei iTunes QuickTime dabei ist ergibt ja durchaus Sinn, schließlich setzt iTunes auf QuickTime auf. Und QuickTime alleine gibt es ja immerhin noch.

  3. Hier herrscht ein Missverständnis vor!

    Es ist eigentlich alles ganz einfach und nichts worüber man sich groß echauffieren müsste:

    Die Apple Softwareaktualisierung ist für ALLE Apple Programme zuständig und NICHT NUR für iTunes.

    Die Installation der Apple Softwareaktualisierung ist NICHT an iTunes gebunden.

    Wer also die Apple Softwareaktualisierung auf seinem Rechner hat, der bekommt auch ALLES was neu von APPLE für Windows angeboten wird angeboten. (Die Haken vor dem Download wegmachen muss der User dann aber schon selbst!)

  4. Missverständnis ist dann doch zu leicht: auch unter Mac OS X ist die Softwareaktualisierung für die gesamte Apple-Software zuständig, es werden aber eben nur Updates für bereits installierte Software angeboten und nicht die Installation neuer Software. Als User erwartet man das auch nicht.
    Wäre Safari in diesem Fall nicht vorab zur Installation ausgewählt, dann hätte es die ganze Aufregung nicht gegeben…

  5. Ich hab mal die Fehler im Satz “Apple ist eine Religion, ein Verein mit dem Ziel der Weltverbesserung, sowie auch eine ganz gräßliche Firma” korrigiert. Nun merk ich grade, dass das alles noch scientologischer klingt, als ich eh schon vermutet hatte.

  6. st.

    es entspricht meiner abgrundtiefen überzeugung, dass mein vorkommentator den ball zu diesem thema bedeutend flacher halten könnte.

    aber schön auch, dass er es nie tut. seltsam. smile

  7. Wir sollten korrupt als Apple-Hasser noch geniessen, so lange er diese Rolle noch spielen kann… wink Lange wird er das nicht mehr durchhalten mit seinem MBP *fg*

  8. Stefan

    Ich kenne keinen anderen hersteller von tragbaren geräten,der seine kunden erstmal zwingt bei ihm um Erlaubnis zu fragen ob man die ware die man gekauft hat auch benutzen darf.

    Ok,microsft nervt einen bei windows auch damit.
    Aber irgendwie hab ich noch nie gehört das jemand eine hardware zuhause 1:1 raupkopirrt hat.

    Klar die Chinesen machen gerne Hardware nach,aber dagegen hilft ganz sicher kein registrierungszwang.

    P.s:Spielekonsolen kann man soweit ich weiß zumindest offline ohne registrierung benutzen.
    Wobei die online gängelein bei dennen genuso verwerflich sind.

  9. Stefan

    Es geht um apple,und diese firma ist hersteller von iphone und iphone touch.
    Weiterhin kann man auch das iphone nur benutzen wenn man itunes installiert.

    Iphone = itunes muss installiert werden.
    Itunes = Safari wird mitinstalliert.

    Das zeigt einfach wie apple seine kunden betrachtet.
    Nähmlich als dummes vieh,was man mit allen mitteln zum benutzen der eigenen software bringen muss.
    Das hat nichts mit normaler firma zu tun.

  10. Hilfe, ein Stück Hardware für das man eine passende Software des Hersteller braucht – das macht wirklich nur Apple… ach stimmt ja gar nicht, das macht nicht nur Apple, das machen andere auch. Mist, schon ist ein Argument ziemlich geschwächt.
    Und nein, bei iTunes wird Safari nicht mit installiert – es wird angeboten, empfohlen, vorselektiert (was nicht schön ist), aber die Entscheidung der Installation bleibt beim User – wenn er sie wahr nimmt und nicht blindlings auf “Installieren” klickt. Und das war dann Dein zweites Argument, bei dem dummerweise die Realität anders aussieht als Du sie beschreibst…

  11. Ich find auch, dass alleine iTunes selber schon ausreicht, um Apple in Grund und Boden zu dissen. Muehsam konstruieren braucht man bei dem Kram nichts.

  12. Stefan

    Hilfe, ein Stück Hardware für das man eine passende Software des Hersteller braucht – das macht wirklich nur Apple… ach stimmt ja gar nicht, das macht nicht nur Apple, das machen andere auch.

    Soweit mir bekannt ist braucht man bei ipod toch nicht nur itunes,sondern auch nen itunes account.

    Whatever.
    Was ich mich beid er ganzen geschichte frage:Was hat apple davon?

    Ich kaufe mir das ding nicht.
    Aber eine firma sollte doch intresse daran haben das die produkte gekauft werden,oder nicht?
    Und als kunde sollte man das intresse haben,bei einem produkt möglichst wenig gegängelt werden.

    Das verhalten von apple wiederspricht beidem.

    Und ne normale firma will geld verdienen.
    Bei musik ist doch apple auch mit bei dennen die gemerkt haben,das drm musik nichts bringt.

    Wieso behält man so ein vorgehen denn dann bei anderen produkten bei?

    Von mir aus können die gerne ihre produkte so verkaufen wie sie das wollen,und ich muss sie   nicht benutzen.

    Wenn sie so denken,würden sie doch aber dei musik weiter mit drm verkaufen.

  13. Ich finde, daß sich der Sachverhalt ziemlich eindeutig darstellt.
    Es geht nicht darum, daß man bei der Erstinstallation einer Software ein zusätzliches (nicht zwingend notwendiges) Produkt angeboten bekommt, sondern darum, daß es im Zuge eines Softwareupdates quasi “untergeschoben” wird.

    Daß man den Haken ja einfach entfernen kann, ändert nichts daran, daß die Sache ziemlich üblen Beigeschmack hat. Der Anwender muß bei einem Update nicht damit rechnen, daß ihm dabei eine vollkommen sachfremde Software untergejubelt wird, welche zudem noch große Außwirkungen auf die eigene Systemkonfiguration haben kann.

    Was hat ein Webbrowser denn mit der Vewaltungssoftware eines grotesk überbewerteten MP3-Players zu schaffen?

    Noch krasser wird die Sache, wenn man sich den Screenshot im verlinkten Artikel auf Basic Thinking anschaut. Da steht nämlich einfach nur das Wort “Safari”. Der Otto-Normal-Windows-Nutzer weiß doch i.d.R. gar nicht, was sich hinter diesem Programm verbirgt. Ihm wird nicht gesagt, daß sich dahinter ein zusätzlicher Webbroser verbirgt. Er muß davon ausgehen, daß es sich um eine notwendige Komponente für seinen iPod handelt, sonst würde es doch die Update-Routine gar nicht anbieten.

    Und das ist einfach nur böse. Keine besonders geschickte Aktion von Apple, wie ich finde.

    Von mir aus kann sich Apple aber gerne verhalten wie andere Firmen. Wenn das alles so selbstverständlich ist – Ich konnte bis jetzt ganz gut ohne diese Produkte auskommen.

    Manchmal muß man eben verzichten können smile

    Ach, hätt’ ich doch fast vergessen: Hardware, welche nicht auf herstellerseitige Software angewiesen ist, finde ich richtig cool.

  14. Noch krasser wird die Sache, wenn man sich den Screenshot im verlinkten Artikel auf Basic Thinking anschaut. Da steht nämlich einfach nur das Wort “Safari”.

    Princo, Du kennst doch den Spruch: “Traue keinem Screenshot, den Du nicht selbst gemacht hast” (oder so ähnlich). Robert zeigt da nämlich nur einen kleinen Ausschnitt des Updaters, da steht schon mehr als nur “Safari”.
    Ich bleibe dabei: ein Angebot, kein heimliches Unterschieben. Nicht besser und nicht schlechter als die ständigen Angebote diverser anderer Softwareanbieter, die noch zig andere Sachen mit installieren wollen…

  15. was ist heutzutage schon eine “normale firma”? wer nur “normal” denkt verliert nicht, der hat schon verloren smile

  16. Die Argumentation mit dem “Angebot” halte ich für sehr spitzfindig, denn sie schrammt an der Realität vorbei.

    Wenn es nur ein Angebot wäre, dann wäre der Haken nicht automatisch gesetzt worden. Wenn man, über Wochen und Monate hinweg, immer nur Updates zur bereits installierten Software angeboten bekommt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß die Anwender nicht mehr so genau hinschauen und automatisch auf OK klicken.

    Und es kann mir keiner erzählen, daß Apple nicht auf diesen Effekt gesetzt hat. Wenn die Software erstmal auf dem Rechner ist, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, daß sich die Leute dieses komische Programm anschauen werden.

    Ich halte es trotzdem für ein starkes Stück, daß Apple es nötig hat, diesen Browser mit solch krummen Methoden zu pushen.

    Im übrigen halte ich derartige Nebenbei-Installationen auch von anderen Firmen für sehr verwerflich. Wenn Apple unbedingt auf diesen Zug aufspringen muß, dann sollen sie damit glücklich werden.

    Ich muß mir das zum Glück nicht geben.

Kommentare sind geschlossen.