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Selbstreferenzialität

Weblogs sind also selbstreferenziell, da muss ich hier noch ein wenig dran arbeiten. Fage ich doch gleich an.

Bitte nicht folgen: im kleinen nofollow-Report erfährt man, dass 9 der 25 deutschen Top-Blogs nofollow-Links einsetzen. Ich muss zugeben, dass ich mir inzwischen über nofollow relativ wenige Gedanken mache. Dann und wann setze ich es bei einzelnen Links bewusst, aber absichtlich und pauschal für alle Links setze ich es nicht. Bringt ja doch nichts. Viele der “nofollow-Blogger” machen sich wahrscheinlich auch keine Gedanken darüber und es ist eben nur aktiv, weil es bei WordPress Standard ist für die Kommentare. Abhilfe schafft da das DoFollow Plugin. Eigentlich sollte nofollow ja helfen SPAM zu vermeiden, die Idee war: wenn Suchmaschinen die Links ignorieren, dann wird es für die Spammer uninteressant ihre Links überall abzuladen. Nette Idee, hat aber offensichtlich nichts gebracht – oder sollte es echt jemanden geben, bei dem sich nach dem Einsatz von nofollow die Anzahl der Spam-Kommentare und -Trackbacks spürbar reduziert hat? Nein? Dachte ich mir.
Inzwischen scheint nofollow doch eher zur Suchmaschinenoptimierung eingesetzt zu werden:

Ganz armselig ist es übrigens dann, wenn man im kompletten Blog – also Artikel + Kommentaren + nofollow einsetzt. Grund? SEO! Angeblich bekommt man weniger PageRank ab, wenn man viele ausgehende Links hat. Man gibt quasi Linkpower ab. Wer nix abgibt, eben durch den Einsatz von nofollow, bunkert Linksaft. Um solche Blogs mache ich liebend gerne einen Bogen, da ich von Egoisten nix halte, ganz untere Schublade.

Update: im Dr. Web Weblog gibt es ein Plädoyer für nofollow.

Timing: kaum berichtet heute.de von einem Blogsterben, schon macht Martin Röll sein Weblog zu. Ich weiss jetzt zwar nicht, warum Martin sein Weblog schliesst, aber deswegen hört er nicht mit dem Thema zu arbeiten.
Wer wird der nächste A-Blogger, der sein Weblog schliesst?
Ich hatte ja auch schon mehrfach darüber nachgedacht mein Blog hier dicht zu machen – vor allem letztes Jahr gab es Zeiten, da war der Nervfaktor deutlich höher als der Spassfaktor – konnte mich dann aber doch nicht wirklich dazu entschliessen. Wahrscheinlich würde ich im Zweifelsfall auch einfach aufhören zu schreiben, so ganz ohne Ankündigung und offizielles Ende. Aber im Moment braucht Ihr Euch da keine Hoffnungen machen – ein Ende hier ist bisher nicht abzusehen 😉

5 Antworten auf “Selbstreferenzialität”

  1. Das hier ist eine Drohung:
    Wenn Du Dein Blog dicht machst, komme ich persönlich bei Dir vorbei, bringe eine Hartz-IV-Großfamilie mit, die ich irgendwo unterwegs einsammele und die quartiere ich solange bei Dir ein, bis Du einsiehst, dass Bloggen eines der kleineren Übel dieser Welt ist. wink

  2. Autsch, die Seite ist so schlecht gemacht, dass ich über ein zweimaliges Blättern nicht herausgekommen bin.
    DIE Familie schick ich Dir, wenn Du aufhörst, Carsten! wink

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