Apple Mac

đŸ’» MacBook Pro 16″

đŸ’» MacBook Pro 16"

Dann und wann braucht es dann doch mal ein neues MacBook. Zwar sind gerade die Pro-GerÀte mit das langlebigste, was man sich als Rechner anschaffen kann, aber die Anforderungen der Software wachsen auch stÀndig, neue Features brauchen Power
 und manchmal geht auch ein Mac kaputt.

Nach dem ganzen Ärger mit den letzten MacBooks und vor allem den Tatstaturen, hatte ich das Thema „neues MacBook“ möglichst lange aufgeschoben. Ich konnte mich mit diesen Butterfly-Tastaturen nie anfreunden, alleine schon der so gut wie nicht vorhandene Hub und die kaum wahrnehmbaren AbstĂ€nde zwischen den Tasten sind eine Qual fĂŒr meine mitteleuropĂ€ischen Standardwurstfinger. So war mein StandardarbeitsgerĂ€t im BĂŒro ein Ă€lterer 27″-iMac und mein Mobilrechner ein 15″ MacBook Pro von 2015. Nachdem letzteres langsam aber sicher dahin siechte, war es an der Zeit das Setup zu ĂŒberdenken. Beide Rechner wurden nun also durch ein neues 16″ MacBook Pro ersetzt.

Und um das gleich zu sagen: Das 16″ MacBook Pro hat wieder eine ordentliche Tastatur. Und eine echte esc-Taste! Yay! Danke Apple! Die VorgĂ€nger-Tastaturen waren fĂŒr mich tatsĂ€chlich ein KO-Kriterium. Ich hatte ja genug von den GerĂ€ten in der Hand, um sie einzurichten und bei den Tastaturen habe ich jedes Mal geflucht. Sehr cool ist die Touch Bar. Bislang war ich da eher skeptisch, aber ich habe ja auch nie lĂ€nger an einem MacBook damit gearbeitet. Ich habe mich da ziemlich schnell daran gewöhnt. Wobei es natĂŒrlich immer davon abhĂ€ngig ist, wie gut die UnterstĂŒtzung der jeweiligen Anwendung ist. Einziger Nachteil: Man ist oft versucht nach dem Tippen auf der Touch Bar direkt auf dem Bildschirm weiter tatschen zu wollen – wird Zeit, dass Apple hier mal nachrĂŒstet.

Apropos tatschen: Das Trackpad ist ja mal pervers groß, was aber die Arbeit damit auch nur einfacher und flĂŒssiger macht.

Was die GrĂ¶ĂŸe des Displays angeht bin ich auch absolut zufrieden. Man kann wunderbar – auch mit externer Tatstatur – damit arbeiten und ist nicht auf externe Displays angewiesen, wie es bei den 13″-Modellen der Fall ist. Ich bin ja seit einigen Jahren kein Freund von Multi-Display-Setups mehr. Die empfinde ich zwischenzeitlich als viel zu anstrengend im Vergleich zu einem einzigen großen Display. Klar, die 16″ des MacBook sind kein 27″-Display wie im großen iMac, aber groß genug. So habe ich ein GerĂ€t, das nicht zu groß ist, um mobil genutzt zu werden und nicht zu klein als Desktop-Arbeitsplatz.

Klar, fĂŒr beides gibt es bessere Lösungen: Ein 13″-MacBook Pro, das MacBook Air oder natĂŒrlich ein iPad sind mobil angenehmer aufgrund ihrer GrĂ¶ĂŸe und ihres Gewichts und ein 27″-iMac ist dagegen auf dem Desktop die bessere Lösung – aber das 16er MacBook Pro ist da ein guter Kompromiss, wenn man beides in einem GerĂ€t möchte oder braucht.

Die Performance ist wie erwartet, in dem Fall erfĂŒllt es die Erwartung an ein MacBook Pro mit 2,6GHz Core i7 (6 Kerne), 16GB RAM und AMD Radeon Pro 5300M mit 4GB. Der iMac Pro ist flotter unterwegs, klar, aber so viel Power braucht man eher selten – zumindest seit Apple iTunes durch deutlich flottere Einzelanwendungen ersetzt hat 😉

Die Akkulaufzeit habe ich noch nicht getestet, Apple verspricht hier 11 Stunden. Sollte das hinkommen, kĂ€me ich damit wohl gut ĂŒber einen Arbeitstag ohne nach einer Steckdose suchen zu mĂŒssen. Also gute Aussichten fĂŒr die nĂ€chste Bahnfahrt durch Deutschland, bei der es ja nach allen bisherigen Erfahrungen gute Chancen gibt, dass sie lĂ€nger als geplant dauern wird.

Was mich im Vergleich zu meinem bisherigen 2015er MacBook Pro etwas stört: Strom per USB-C/Thunderbolt. So großartig ich diese Schnittstelle an sich finde, Strom per MagSafe war einfach eine prima Idee. Ich kann mich zwar nicht daran erinnern, dass mir dieser Stecker jemals wirklich ein MacBook gerettet hat, aber es war doch ganz beruhigend zu wissen, dass man sich beim Stolpern ĂŒber das Kabel zwar den SchĂ€del aufschlagen könnte, aber das MacBook war sicher 😉

Ansonsten kann ich USB-C/Thunderbolt nur begrĂŒĂŸen. Klar, Adapter sind doof, keine Frage. Andererseits erlaubt der Verzicht auf die ganzen verschiedenen Schnittstellen eben auch flachere Rechner und wann braucht es die Schnittstellen schon? Im BĂŒro ist Ethernet natĂŒrlich fein und auch HDMI fĂŒr einen externen Bildschirm keine doofe Idee, aber dafĂŒr hĂ€ngt dann eben ein Multiadapter im BĂŒro fest am Arbeitsplatz. Mit einem zweiten Netzteil ist es auch nur ein Stecker, den ich einstecken muss und fertig. Unterwegs brauche ich so gut wie nie irgendwelche externen Schnittstellen: Netz gibt es ĂŒblicherweise per WLAN und wenn ich dann doch mal eine SD-Card einlesen oder mein iPhone am Rechner laden will, dann habe ich eben einen weiteren Adapter in der Tasche und fertig. Der Adapter funktioniert ja auch genau so am iPad Pro. So groß ist der Adapter-Wildwuchs also gar nicht.

An der Display-QualitĂ€t habe ich nichts zu meckern, es ist hell, schön bunt und das aus so ziemlich jedem Blickwinkel. Es ist leider kein 4K-Display, es sind „nur“ 3072×1920 Pixel, wobei ich mir nicht sicher bin, ob eine höhere Auflösung einen Mehrwert bringen wĂŒrde. TatsĂ€chlich beeindruckend ist bei diesem flachen GerĂ€t, was die Lautsprecher da raus ballern. Auf externe Boxen kann ich im BĂŒro verzichten, wenn die Kollegen mal außer Haus sind. Umgekehrt gilt es auch fĂŒr die QualitĂ€t der Mikrofone: FĂŒr Konferenzen reicht es auf alle FĂ€lle und wĂŒrde ich noch podcasten, dann wĂŒrde ich Apples „StudioqualitĂ€t“-Versprechen auch mal testen.

Im direkten Vergleich zum MacBook Pro 15″ von 2015 ist der 16er ein gewaltiger Fortschritt (zum GlĂŒck, alles andere wĂ€re traurig). So im direkten Vergleich die fĂŒr mich wichtigsten Punkte:

  • Display: mehr FlĂ€che, trotzdem ist das GerĂ€t ein wenig kleiner
  • Lautsprecher: nicht mehr nur okay, sondern wirklich ordentlich
  • Performance: startet schneller, lĂ€uft schneller und der „schnelle Benutzerwechsel“ ist mit Touch ID wirklich rasend schnell
  • Tastatur: anders, aber mindestens so gut wie die frĂŒhere
  • Features: Touch Bar, Touch ID, USB-C/Thunderbolt, Space Grey als Farboption
  • GrĂ¶ĂŸe und Gewicht: ein paar Gramm leichter, ein klein wenig kleiner, aber nicht wesentlich

Beitragsbild: Pressefoto von Apple

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Ein humanistischer Misanthrop (oder umgekehrt), der seit sehr vielen Jahren Dinge ins Internet schreibt und das weiter tut. In diesem Weblog finden sich nun aktuelle BeitrĂ€ge und alte BeitrĂ€ge seit 2004, die das Löschen von reichlich altem Scheiß ĂŒberlebt haben.

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