Liebe Nichtwähler!

Wie wäre es mit ungültig wählen statt nicht zu wählen? Erscheint (nicht nur) mir deutlich sinnvoller als einfach daheim zu bleiben.
Und ja, mit dem neuen Autor bei Kamikaze-Demokratie bin ich verwandt 🙂

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Ein humanistischer Misanthrop (oder umgekehrt), der seit sehr vielen Jahren Dinge ins Internet schreibt und das weiter tut. In diesem Weblog finden sich nun aktuelle Beiträge und alte Beiträge seit 2004, die das Löschen von reichlich altem Scheiß überlebt haben.

Kommentare

8 Antworten

  1. Ungültig zu machen im großen Stil – das wäre die beste Idee überhaupt. Nichts wäre schlimmer für die selbst ernannten “Spitzenpolitiker” als zugeben zu müssen, dass x% sie nachweislich nicht gewählt haben obwohl sie an der Urne waren. Das wäre ein besserer Protest als jede noch so debile Splitterpartei zu wählen.

  2. Den stimmzettel ungültig machen, ist sowieso die einzige möglichkeit portest zu wählen. bei einer hohen wahlbeteiligung und wenigen gültigen stimmen, kann es dazu kommen, dass keine regierung zustande kommt (wunschdenken) und das würde einige zum umdenken anregen denk ich mal.

  3. Hört sich super intelligent an. Und du meinst dann wenn genug Leute ungültig wählen, dann bleiben plötzlich Sitze im Bundestag einfach leer? Sehr witzig.

  4. Auf die Idee bin ich auch schon gekommen, bei der Bayrischen Landtagswahl wird die Sitzverteilung aber nach dem Verfahren Hare/Niemeyer bestimmt und dort ist zu lesen “Die Stimmen der Parteien werden durch die Gesamtstimmenzahl aller Parteien (ohne ungültige Stimmen und Enthaltungen) dividiert und mit der Gesamtsitzzahl multipliziert (= Quote). Der abgerundete Teil der Quote wird als Sitzzahl direkt zugeteilt.”
    Viele ungültige Stimmen sind also höchstens ein Fall für die Statistik, an der Sitzverteilung ändern sie nichts.

  5. Da liegt ja das Problem. Sagen wir, es besteht ein Potential von 33 % ungültigen Stimmen. Dann wäre das durchaus in Ordnung und wenigstens am Wahlabend hätten die Politfratzen nicht viel zu Lachen. An der Zusammensetzung der Parlamente würde sich aber nichts ändern.

    Richtig fies wäre es aber dann, wenn der Erfolg eigentlich riesig wäre und über 50% strebt. Dann würden FDP, Grüne und Linke unter Umständen unter 5 % fallen und eine CDU bei 20 % und SPD bei 12 % landen. Dann hätte die CDU eine fast 2/3 Mehrheit obwohl sie nur ein Fünftel der Wähler gewählt hätte.

    Das kann also auch nach hinten losgehen wink.

  6. Aber selbst bei der Fünf-Prozent-Hürde werden häufig fünf Prozent der gültigen Stimmen genommen (Bundestagswahl und bei den meisten Landtagswahlen).
    Zumindest könnten die Politiker die schlechte Wahlbeteiligung nicht mehr aufs Wetter schieben. Das ist entweder so schlecht, dass die Leute lieber daheim bleiben oder so gut, dass die Leute etwas besseres zu tun haben.

  7. @Torsten: so ist es…

    @hraaig: nein, eine Regierung wird immer zustande kommen – nur kann man Wähler, die ungültig wählen nicht einfach so als desinteressiert darstellen, wie Nichtwähler…

    @Diddler: das war wohl sein Gedanke, aber das wäre ja zu schön…

    @Klaus: nicht nur die Statistik – es macht einfach einen Unterschied in der Bewertung – aber das schreibst Du ja weiter unten selber smile

    @Quintus: wie Klaus schon schreibt, es geht um 5% der abgegebenen, gültigen Stimmen – deswegen wird das so nicht passieren. Aber wenn man die Zahl der Wahlberechtigten annimmt, dann sind Union und SPD von 20% nicht weit entfernt…

    Wir haben derzeit Wahlbeteiligungen von ~60%, d.h. 40% der Wahlberechtigten gehen gar nicht erst zur Wahl. Einfach mal angenommen die Hälfte davon gehen nicht, weil sie mit der gegebenen Auswahl nicht zufrieden sind und davon würde wiederum würden nur die Hälfte nächstes Mal ungültig statt gar nicht wählen, das wären dann 10% der Wahlberechtigten, die Wahlbeteiligung würde sich deutlich steigern und das wäre ein nicht zu leugnendes Anzeichen dafür, dass sich die Leute eben doch dafür interessieren, was hier passiert. Ob sich dadurch was ändert? Keine Ahnung – aber was hat man zu verlieren, wenn man ungültig statt gar nicht wählt?

  8. Das sagt nur aus das was mit dem Wahlsystem nicht stimmt.

    Ein Wahlzettel auf dem alle partein ausgewählt sind,oder keine,oder sonstwas ist keine stimme,und müsste demzufolge genauso viel wert sein,als wäre die stimme nicht abgegeben worden.

    Ich wähle übrigens NPD,allein schon weil mir diese ganzen Leute auf die nerven gehen,die mit so Sprüchen kommen wie wer nicht wählt wählt rechts.

    Wer nicht wählt wählt nicht,schlicht weil es keine wählbaren partein für ihn gibt.
    Solche nicht stimmen dürfen dann bei einer wahl auch keine rolle spielen.

Kommentare sind geschlossen.

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