Ein Bloggerverband?

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Ich habe jetzt eine ganze Weile über Jens’ Aufruf und die bisherigen Reaktionen nachgedacht.
Ein Blogverband? Oder ein “Verband der Internetmenschen”? Warum muss ich da spontan an den Film “Life of Brian” denken? Ihr wisst schon “Volksfront von Judäa” vs. “Judäische Volksfront” vs. “Die populäre Front”. So was haben wir doch schon: Podcastverband und Podcastclub. Ich weiss nicht…
Natürlich soll man so wichtige Sachen nicht vergessen und Lobbyarbeit wäre sicher wichtig. Denn es ist ja offenbar in diesem Land nicht von Bedeutung gute Argumente zu haben – ohne Lobby hört nämlich keiner zu. Am Ende zählt nicht, wer die besten Argumente hat, sondern wer es schafft seine Argumente den richtigen Leuten vorzutragen.
Und es ist ja nicht so, dass es in Deutschland an Verbänden und Vereinen mangeln würde, wie auch Johnny festgestellt hat:

Das heißt aber nicht, dass man das nicht machen sollte. Aber: Gibt es nicht schon sehr viele Online-Interessensverbände, die halt noch nicht viel mit Blogs zu tun haben? Müsste man mal recherchieren, ich bilde mir ein, dass ich das mal getan habe und ziemlich überrascht war. Den meisten davon schien es an “Impact” zu fehlen, an “Wichtigkeit”, hier könnte man sicher besser sein, aber wer will den Aufwand betreiben?

Aber bevor jemand mault, ich würde alles nur negativ sehen – ich wäre dabei, nur eine Bitte habe ich: nennen wir das Ding nicht Bloggerverband oder so. Danke.

BTW: andere wollen gleich gar keine Blogger mehr sein, was ich gut nachvollziehen kann – ich verleubne mich trotzdem weiter als Blogger.

7 Kommentare

  1. hallo carsten,

    die gedanken an “leben des brain” hatte ich auch wink obwohl ich den text ja verfasst habe. natürlich ist vereins-, verbands- und sonstige organisationsarbeit immer mit einer gewissen spießigkeit verbunden. man muss abstimmen, es bilden sich meinungsgruppen und oppositionen. doch das alles gehört aus meiner sicht eben zur demokratie. die frage ist: welche alternative gibt es, um den “onlinemenschen” eine starke stimme zu verpassen?

    ich hoffe du hast meinen text nicht falsch verstanden, ich will keinen “bloggerverband”. mir wäre eine organisation wichtig, die sich generell um die probleme aller “onlinemenschen” kümmert. die aufgabe der oragnisation könnte meinetwegen auch ausschließlich die zusammenführung der verschiedenen, von johnny angesprochenen
    online-organisationen sein.

    man könnte es auch andersherum versuchen: man versucht gleich auf die verschiedenen organisationen zuzugehen und sie zu einem zusammenschluss zu bewegen bzw. gemeinsame aktionen und ziele zu formulieren.

    wenn ich meinen beitrag zusammenfasse, dann möchte den text auf eine aussage reduzieren: liebe onlinemenschen hört endlich auf zu meckern und nutzt eure bürgerlichen rechte um euren anliegen gehör zu verschaffen.

    beste grüße aus berlin und grüße – jens

  2. dobschat

    Eine Alternative gibt es nicht, klar: ohne Lobby läuft nix.

    Am sinnvollsten wäre wahrscheinlich so eine Art “Dachverband der Onlineschaffenden” in dem nicht nur einzelne Personen, sondern eben auch andere Vereine wie eben Podcastclub oder Podcastverband Mitglied werden können.
    Aber ja: so was kostet verdammt viel Arbeit und Zeit, einer allein kann das nicht stemmen. Aber wie geschrieben: Mitmachen würde ich auf jeden Fall grin

  3. sowas wäre allerdings kein freizeitvergnügen – eher ein fulltimejob, wenn man damit etwas bewegen will.

  4. dobschat

    Marco: deswegen schrob ich ja *mit*machen, nicht machen smile Wenn sich genügend Leute finden, die da *mit*machen, dann wäre so was durchaus machbar grin

  5. ich wollte damit sagen, dass *mit*machen alleine nicht reicht. der verband müsste nicht von *mit*machern geführt werden sondern von vollzeitkräften, die nichts anderes machen und vielen unterstützern, die *mit*machen, in dem sie die gehälter und sonstige ausgaben zahlen. und wenn ich sehe wie sich klein-bloggersdorf drüber aufregt, wenn etwas auch nur im entferntesten kommerziell wird, bezweifle ich dass daraus etwas wird. die idee ist nett und denkwürdig, wird aber aufgrund der gegebenen rahmenbedingungen meiner meinung nach so nicht realisiert werden können. wenn, dann müssen professionelle strukturen geschaffen werden, und die kosten nun mal geld. da reicht *mit*machen alleine nicht.

  6. dobschat

    Wäre es nicht zuerst interessant mal zu sehen, wer alles *mit*machen würde und dann zu überlegen, ob es nun reicht oder nicht?
    Nicht immer gleich zerreden, erst mal angehen… grin

  7. wenn das ding nicht als irgendwie-blog-dings aufgezogen wird sondern alle web/internet/it-worker vertritt bin ich dabei. ich kann tu mir immer etwas schwer, mich in eine der kategorien einordnen zu müssen. wink
    da das aber kein problem sein sollte, wie man in den ganzen diskussionen liest: list me.

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