Es gibt nichts, wogegen nicht irgendjemand ist. Egal für wie sinnvoll man als denkender Mensch etwas halten mag: Irgendjemand findet sich immer, der aus den absonderlichsten Gründen und mit den seltsamsten Begründungen dagegen ist. Egal ob es Impfungen sind, Organspenden, freie Wahlen, Gleichberechtigung…
Heute flatterte mal wieder so eine Anti-Organspenderin durch meine Timeline:
ORGANSPENDE NEIN DANKE! Aus aktuellem Anlass, Kanutrainer Stefan Henze starb und er hat ja nun vielen Menschen das Leben gerettet, wird gesagt. Schaut mal hier https://youtu.be/WGsKsoG-6Go Dann versteht ihr erst, dass #Organspende ein Ausschlachten eines lebenden Menschen ist. Dieser bekommt trotz das er angeblich tot ist, Schmerzmittel und Narkose bei der Organentnahme … warum braucht das jemand, der eh nichts mehr mitbekommen sollte? Ich will nicht auf Kosten anderer und Schmerzen anderer ein Organ erhalten, wenn meine Uhr abgelaufen ist, so ist es dann halt. Wie seht ihr das? Bitte seht euch unbedingt zum Thema diesen kurzen Dokubeitrag an https://youtu.be/WGsKsoG-6Go
Garniert mit diesem Bild:

Inzwischen wirken die Schmerztabletten bei mir, denn nach dem Erspähen dieses Beitrags hatte ich das dringende Verlangen meinen Kopf auf die Tischplatte fallen zu lassen.
Man kann aus ethischen Gründen eine Organspende ablehnen, weil man der Meinung ist, man wolle kein Gewebe und keine Flüssigkeiten fremder Menschen im Körper haben. Muss ich nicht verstehen, aber bitte, okay. Aber diese idiotische Begründung…
Ich bin nun kein Mediziner, aber wenn man ein wenig googelt, dann erfährt man, dass es zu einem festgestellten Hirntod eben auch das Fehlen von Schmerzempfinden im Hirn gehört – Schmerzmittel erhält ein „am Leben“ gehaltener Körper ohne Hirnfunktion also nicht. Was bei der OP dagegen verabreicht wird, sind Muskelrelaxantien:
Muskelrelaxantien werden dagegen verabreicht, um spinale Reflexe, die zu Spontanbewegungen und zum Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz während der Organentnahme führen, zu verhindern.
Auch so andere Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass erst nach der Feststellung eines Hirntods geklärt wird, ob der Verstorbene Organspender war oder ob die Angehörigen einer Organentnahme zustimmen… ach was, einfach mal ignorieren und einen gewaltigen Bullshit in die Welt setzen.
Verdammte Scheiße: Organspenden retten Leben! Jeder von uns kann irgendwann in die Situation kommen, auf eine Organspende angewiesen zu sein und ich wünsche es niemandem, nicht mal den Promotern dieser Anti-Organspenden-Propaganda, in so eine Situation zu geraten, aber wenn es so einem mal passieren sollte, dann würde mich interessieren, wie lange der Sinneswandel in der Frage dann dauert. Minuten? Sekunden?
Diese Anti-Organspenden-Propagandisten sollten mal lieber verdammt froh sein, dass Organe erst entnommen werden, nachdem das Hirn des Spenders tot ist und nicht schon, sobald das Hirn nicht mehr benutzt wird…


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