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Hey DHL, arbeitet bei euch eigentlich noch jemand?

Dinge, auf die man sich verlassen kann: Auf die DHL kann man sich nicht verlassen oder man kann sich nur darauf verlassen, dass nichts so läuft, wie man es erwarten sollte oder so ähnlich. Ich fasse es gerade echt nicht, was da gerade alles wieder schief läuft. Am Montag schickte ich ein Paket Richtung Erlangen. Der Zusteller dort war der Meinung, den Empfänger nicht finden zu können und so machte sich das Paket auf den Rückweg. Der Sendungsstatus gestern war, dass „die weitere Behandlung der Sendung“ geprüft würde. Also rechnete ich heute nicht wirklich mit dem Paket – eh schon egal, weil es sowieso zu spät für einen erneuten Versand wäre. Kein Weltuntergang, aber ärgerlich.
Also schaute ich vorhin mal ins Tracking, ob ich morgen mit dem Paket rechnen könnte und was behauptet das Tracking da?

Do, 11.08.16 14:54 – Die Sendung konnte nicht zugestellt werden, der Empfänger wurde benachrichtigt.

Das sind gleich zwei Lügen auf einmal: Zum einen hätte das Paket heute prima zugestellt werden können, wenn der Typ in dem DHL-Fahrzeug, das ich zu dieser Zeit in die Straße rein- und wenig später wieder raus fahren sah, einfach mal geklingelt hätte. Hätte er das getan, dann hätte ich die Haustür geöffnet und das Paket in Empfang genommen. Das hat er aber nicht getan. Und benachrichtigt hat er mich auch nicht, keine Karte, nichts. Möglicherweise hat er es telepathisch versucht, aber offensichtlich reichen seine telepathischen Fähigkeiten nicht dafür aus.  Möglicherweise war er mit seiner Tour einfach spät dran und wollte den Vorgang etwas beschleunigen, indem er nur jedes zweite Paket zustellt und die anderen direkt als „nicht zustellbar“ zur „Filiale“ bringt?
Und als Highlight wurde das Paket nun zu einem Kippenladen gebracht, deren Mitarbeiter sich bereits durch Unfähigkeit auf mehreren Ebenen hervor getan haben. Eines der letzten Pakete wurde dort abgegeben, als ich es abholen wollte war es nicht auffindbar. Wie sich heraus stellte, wurde es jemand anderem gegeben, der einen sehr sehr entfernt ähnlichen Namen hatte (anderer Vorname, aber immerhin stimmten der erste und der letzte Buchstabe des Nachnamens überein). Das konnte ich auch nur durch ein ausführliches Telefonat mit DHL klären, denn die Mitarbeiterin des Ladens sah es nicht als ihr Problem an, dass ein Paket, welches in ihrem Laden zur Aufbewahrung abgeliefert wurde, einfach verschwunden ist. Nachdem ich also wusste, was passiert war, wieder zurück in den Laden. Und während die Mitarbeiter dieser „Filiale“ nicht verstanden haben bzw. verstehen wollten, was das Problem ist („Das Paket ist halt nicht da, ist doch nicht unser Problem, klären sie das mit dem Absender“), tauchte dann derjenige auf, der mein Paket bekommen hatte…
Das bedeutet nun also, ich kann  morgen zu den Gestalten gehen, die ganz offensichtlich den DHL-Job hassen und überhaupt kein Interesse an diesem haben, wenn man beim Abholen eines Pakets nicht gleichzeitig ein paar Kilo Tabak kauft, ohne eine Benachrichtigungskarte, um ein Paket abzuholen, dessen ursprünglicher Absender und nicht Empfänger ich bin. Oh, ich bin mir sicher, dass das ein unglaublicher Spaß wird…
Übrigens: Nach dem Fiasko mit dem letzten Paket habe ich dann doch mal einen Zugang zur Packstation einrichten wollen. DHL erinnerte mich inzwischen per Mail daran, dass ich noch eine TAN eingeben solle, die mir angeblich per Post zugestellt wurde – die aber immer noch nicht da ist! Naja, ist ja auch noch nicht ganz zwei Wochen her, wie kommt man also bei DHL auf die Idee, dass in so kurzer Zeit ein Brief zugestellt werden könnte? Macht eigentlich in dem Laden irgendjemand noch seinen Job? Irgendjemand? Oder fahren die nur noch mit ihren gelben Autos durch die Gegend, damit man zumindest nicht ganz den Glauben an die Paketzustellung verliert?

Beitragsfoto von Rotorheadz via Pixabay.com, Lizenz: CC0 Public Domain

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dobschat

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Ein humanistischer Misanthrop (oder umgekehrt), der seit sehr vielen Jahren Dinge ins Internet schreibt und das weiter tut. In diesem Weblog finden sich nun aktuelle Beiträge und alte Beiträge seit 2004, die das Löschen von reichlich altem Scheiß überlebt haben.

Kommentare

4 Antworten

    1. So lange die Pakete dort landen und nicht bei irgendeiner „Filiale“ in der hinterletzten Pampa von Saarbrücken, in der die Mitarbeiter meinen, sie könnte die Pakete nach Lust und Laune an die Leute verteilen, wäre das schon mal eine deutliche Verbesserung 😉

      1. Habe letztens ein an die Packstation adressiertes Paket von einem 20 km entfernten Paketzentrum abholen dürfen. Unsere nächste Filiale ist 300m entfernt.
        Zur Weihnachtszeit auch am Besten nicht an die Packstation liefern lassen: Packstation voll, nächste Filiale (300m) voll also ab zur nächsten Filiale 5 km.
        Oder die Station ist alle 2 Monate defekt und man kommt erst ein paar Tage später an sein Paket.
        Aber ja, allein um die Nachbarn nicht ständig zu nerven oder das nette Personal von der Postfiliale, lohnt sich die Packstation.
        Ungelogen: Habe soeben ein Paket aus der Packstation geholt, welches seit 1. Februar 2016 auf dem Weg zu mir war.

  1. Ich könnte einen ähnlichen Artikel darüber schreiben, wenn man hier auf dem Blog unterwegs ist und dann doch mal die Plista Empfehlungen anklickt, weil man denkt:
    Rivva ist wieder da?!? Gibt’s da etwas neues? Der Betreiber meinte ja, dass er auf der Suche nach einem Sponsor ist, vielleicht gibt’s da ja neue Entwicklungen?
    Aber nein, man klickt dann auf den Artikel, muss erst einmal uBlock beibringen, dieses eine mal Plista nicht wegzublocken, um dann auf einen 5 (!) Jahre alten Artikel weitergeleitet zu werden. Großartig.
    Warum muss man so ein schönes Blog mit Plista eigentlich verschandeln?

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