Spaßvögel bei der XXXXXX-Bank

Manchmal fragt man sich echt, was manche Menschen sich so denken. Und manchmal fragt man sich, ob die überhaupt denken. Vor einiger Zeit machte ein PDF die Runde, in dem es um einen Menschen ging, der Probleme hatte, seiner Bank beizubringen, dass sich seine Kontoverbindung geändert hat. Vielleicht war der gesamte Inhalt des Schreibens erfunden, vielleicht auch nicht. Aber fast jeder hat solche Probleme mit der Änderung einer Bankverbindung schon mal erlebt oder davon gehört – also so ganz aus der Luft gegriffen… wer weiss.
Auch ich hatte das PDF in meiner Mailbox, fand es recht witzig, aber mehr auch nicht. Hätte ich es witziger gefunden, dann hätte ich es vielleicht anonymisiert und hier online gestellt. Und wenn ich das getan hätte, dann hätte ich vielleicht auch Post von der XXXXXX-Bank bekommen. Die scheinen dort echte Spaßvögel zu beschäftigen, bei der XXXXXX-Bank. Die verlangen nun nämlich von anderen, die genau das getan haben – nämlich das Schreiben in anonymisierter Form online zu stellen – dass diese es unterlassen, den Namen der Bank zu nennen, den sie nicht genannt haben. Ach und einen Verstoss gegen das Bankgeheimnis werfen die auch noch vor. Und außerdem sei das alles ja gar nicht wahr. War das mit dem Bankgeheimnis nicht eher etwas, was Banken ihren Kunden versprechen?

Aber was soll die ganze Aktion nun eigentlich? Entweder stimmt eh das alles in dem Fax nicht, dann ist es nur ein Witz, den man lustig finden kann oder nicht, aber kein Grund für die große juristische Keule. Oder aber das Fax ist doch authentisch und nicht der Kunde, sondern einer von den Spaßvögeln bei der XXXXXX-Bank hat es in Umlauf gebracht. Dann hätten wir es natürlich mit einem Bankgeheimnis-Problem zu tun – nur wäre das ein Problem der Bank und nicht der Blogger und vor allem auch kein Grund gegen Blogger die bereits erwähnte juristische Keule auszupacken, sondern gegenüber dem als Mitarbeiter getarnten Spaßvogel. Würde sich in der Öffentlichkeit natürlich nicht gut machen, wenn es so wäre, dass ein Kundenfax den Weg aus der Bank raus ins Internet gefunden hätte. Das wäre wirklich geschäftsschädigend, aber wer wäre dafür verantwortlich? Die erwähnten Blogger doch sicher nicht… Und auf keinen Fall hilfreich war es, durch den Blogger-Rundbrief erst so richtig Staub aufzuwirbeln. Nein, das war überhaupt nicht hilfreich – denn erst jetzt sehen viele in dem Schreiben mehr als einen Witz und wollen natürlich raus finden, wer denn nun die XXXXXX-Bank sei – und Google sei Dank ist es auch überhaupt kein Problem, hinter den Namen zu kommen. Und was uns alle jetzt natürlich brennend interessiert: warum seid Ihr von der XXXXXX-Bank so nervös wegen dem Schreiben? Ihr habt uns neugierig gemacht, selber schuld…

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