Die Buttons der “Too cool for IE”-Kampagne sieht man ja inzwischen immer öfter. Jetzt gibt es die Gegeninitiative dazu: “Zu faul für CSS” bzw. “Cool genug für IE”. Hintergrund ist einfach, dass die meisten der “zu coolen” Seiten diesen Button nur aus einem Grund zu haben scheinen: die Entwickler waren zu faul die Seiten ordentlich zu entwickeln.
Jeder Webmaster bzw. Entwickler wünscht sich andere Finessen, sowie ausgefallene Gimmicks für seine Website und hat auch eine andere Vorstellung, was das Design und die Nutzung angeht. Aber den Ast absägen, auf dem man sitzt, muss das sein? Wir fragen uns, wie aufgrund des fixed Selektors eine Webseite “ZU COOL FÜR IE” sein kann. Denn ein Großteil der coolen Websites wird gerademal in einem Browser richtig dargestellt und auch im HTML / XHTML (Seitenquelltext) weisen die coolen Sites jede Menge Fehler auf.
Klar kann man auf seiner privaten Seite den IE ignorieren, aber zumindest wer sich als Profi in diesem Bereich bezeichnet sollte solche Spielchen unterlassen – immerhin könnte man ja vielleicht glauben, dass man es einfach nicht kann und wenn ein potentieller Kunde so was denkt wäre das gar nicht gut. Auch wenn es wirklich keinen Spass macht, Seiten so zu bauen, dass sie in allen Browsern möglichst gleich oder zumindest gut aussehen.
Welches Vorgehen sich da bei mir bewährt hat: erst nur für Safari/Firefox bauen und anschliessend für den IE anpassen – ohne dabei die Darstellung in Safari/Firefox kaputt zu machen. Nicht ganz einfach, aber machbar.
(via Thomas Gigold)


11 Kommentare
Von den 10 Suchergebnissen bei Google, die man auf die Suche link:http://www.w3junkies.com/toocool/ erhält, weisen 9 auf Blogs. Davon ist eine Seite gem. w3c fehlerhaft, 4 enthalten nur Warnungen und 4 sind fehler- und warnungsfrei. Woher stammt die Information, dass “too cool”-Seiten selbst überwiegend fehlerhaft seien?
Mir ist klar, dass man im professionellen Umfeld eine Seite nicht “non-IE” bauen kann, weil halt viele User dennoch mit dem IE unterwegs sind, aber mal ehrlich: Schöner wär’s allemal.
Ich kenne deinen Entwicklungs-Workflow, weil ich es selbst auch so halte. Und ich finde es immer wieder erstaunlich, welche abstrusen Verrenkungen man im IE machen muss, um standardkonforme Dokumente wie gewünscht rendern zu lassen. Üblicherweise habe ich zwei Stylesheets, eines für IE und eines für “alle anderen”. Der Aufwand dafür ist nicht unerheblich, einige Stunden muss ich jedes Mal aufwenden, um eine Seite passend für den IE zu verbiegen.
Auch wenn ich also kein Freund von “Du bist blöd”-Kampagnen bin, ein Funken Wahrheit steckt trotzdem drin: Das Web wäre cooler, wenn man endlich CSS2 komplett so nutzen könnte, wie es eigentlich gedacht ist – ohne auf den verkrüppelten Standards-Support des IE Rücksicht nehmen zu müssen. Und mit Faulheit hat das alles eher wenig zu tun.
Viele Grüße,
Christian
Und gar keine Frage: am schönsten wäre es, wenn niemand mehr den IE einsetzen würde, aber über das absichtliche Ausschliessen des Browsers wird es wohl nix werden…
;p
Ich glaube die “Too cool for IE”-Kampagne ist gründlich falsch verstanden worden.
Es geht ja nicht darum eine Seite zu bauen die im IE scheiße aussieht oder gar nicht funktioniert, sondern um darauf hinzuweisen, dass die Seite in alternativen Browsern besser funktioniert.
Eine feststehende Navigation ist IMHO z.B. ein sehr gutes Beispiel für eine solche Situation. Der IE kann position:fixed; halt eben nicht. Benutze ich es, ist meine Seite “Zu cool für IE”.
Und es ist ja auch nicht position:fixed; allein.
Was die Fehler auf den Seiten angeht. Ich kenne auch jede Menge IE-only-Seiten, die massig viele Fehler enthalten.
Zudem dürfte es leichter sein fehlerhafte Seiten zu finden, als fehlerfreie. Eine fehlerfreie Seite darf keinen einzigen Fehler haben (was gerade z.B. bei Blogs schnell mal temporär passieren kann), eine fehlerhafte Seite ist fehlerhaft, egal ob sie einen oder einhundert Fehler hat.
Ich versteh nicht das der IE immer noch der meißtbenutzte ist … Nur weil er Bestandteil des Betriebssystem ist kann ja wohl nicht der Hauptgrund sein. Ohne Zusatztools kann das Ding in der Version 6.x? nichtmal Tabbed Browsing … das kann Opera schon seit JAHREN.
Leider gibts Seiten die nur im IE rechtschaffend funktionieren ….
Gruß
Bolle, Firefox rules !
Ja, position:fixed; ist was feines – aber es einfach einzusetzen ohne ein alternatives Style Sheet für den IE ist schon daneben… So schwer ist es ja nicht mal… Es sagt auch keiner, dass man keine Seiten bauen darf, die in besseren Browsern besser aussehen, aber zumindest sollte man darauf achten, dass die Seiten im IE nicht ganz Scheiße aussehen und vernünftig funktionieren.
Und was das angeht ist “too cool for IE” nun nicht der Bringer, suggeriert der Spruch doch schon, dass einem bei der Seitengestaltung die User dieses Browsers am Arsch vorbei gehen…
Mein Reden. Wobei position:fixed; ja nichtmal ein Alternativstylesheet benötigt. Der IE interpretiert fixed IIRC als absolute, was in 99% der Fälle durchaus problemlos sein dürfte.
Der Satz “Too cool for IE” ist zwar wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss, aber fällt dir was besseres ein? Also etwas, das kurz und knapp auf den Umstand aufmerksam macht, dass der IE veraltet ist?
Und IE-Benutzer gehen mir am Arsch vorbei, genauso wie mir Netscape 4.x-Nutzer am Arsch vorbeigehen. Das muß aber ja nicht gleichbedeutend mit: Die Seite ist in diesen Browser nicht nutzbar. Netscape 4.x User sehen die Seite halt komplett ohne Stylesheet und IE-Nutzer bekommen ein Stylesheet mit anderen Positionen und Abständen. Irgendwelche JavaScript oder sonstwas Hacks um z.B. dem IE ein max-width einzuprügeln werde ich aber nicht verwenden. Ab da geht mir der IE halt am Arsch vorbei. Wer die Scheiße benutzt muß mit sowas leben.
<imitation mode=“weiser_alter_mann”>Wirklich zu cool ist man halt nur dann, wenn man cool und umsichtig ist, sonst ist man nicht cool sondern nur egoistisch.
</imitation>
Prinzipiell richtig, auch darauf zu achten, daß die Seiten auf dem IE laufen, handhabe ich auch so. Trotzdem nervt’s schon, wenn man seine Seiten konsequent in validem XHTML 1.1 und CSS 2 verfaßt und IE wieder unschön mit dem CSS-Element “float” umgeht – nur ein Beispiel. Diverse Hacks machen den Code nämlich auch nicht sauberer.
So lange der IE der vorherrschende Browser ist, können Microsoft die W3C-Standards herzlich egal sein (man bedenke, daß so um 1995 versucht wurde, mit dem MSN ein “eigenes Internet” zu starten, ernsthaft!). Ein Umdenken kann also nur durch die User eingeleitet werden, indem man mal über den sprichwörtlichen Tellerrand blickt und merkt, daß es überzeugendere Browser als den IE gibt.
Daß man als Webdesigner/in zumindest noch längere Zeit in der Zwickmühle stecken wird, es allen recht machen zu müssen, ist klar. Der IE kann zur Zeit – leider – nicht ignoriert werden. So liegt denn das eigentliche Verdienst der “Zu cool für IE”-Kampagne auch darin, User, die nichts von den Problemen der webdesignenden Zunft wissen, auf Alternativen zum IE aufmerksam zu machen und sozusagen auf einen Wechsel “an der Basis” hinzuwirken. Es ist bekannt, daß ein verändertes Konsumverhalten eine Änderung der Produktion bewirken kann – woher kommt z.B. die Quotengläubigkeit der Fernsehsender?
Idealerweise sollte man also einen “Zu cool…”-Button auf einer Website plazieren, die auch auf dem IE funktioniert.
klar mag es Webdesigner geben, die zu faul sind, ihr css auch für den ie6 anzupassen, aber habt Ihr schon mal versucht, eine Seite OHNE javascript zu erstellen (Vorgabe vom Auftraggeber), die ein mouse-over-drop-down-menü aufweist? Meine Seite ist validiert, html und css, und sieht in allen browsern wunderschön aus – nur im ie6 funktioniert die hover-funktion nicht. Für html-css-Lösungen wäre ich im Übrigens sehr dankbar, ich habs nicht hinbekommen.
So?
http://css.maxdesign.com.au/listamatic2/horizontal04.htm
@gpkvt: So eben nicht mit dem IE6… der kann :hover nur bei Links.