So heisst es dann wohl, wenn man die Piratenpartei verlässt, oder? Ohne viel Text zu den Gründen, einfach so. Der ganze Kram rund um die Äußerungen von „Aaron“ Koenig war übrigens nur der berühmte letzte Tropfen. Ich will einfach nicht Mitglied einer Partei sein, die sich nicht klar, unmissverständlich und ohne jedes „Wenn“ und „Aber“ gegen Rechtsextremismus, Fremden- und andere Arten von Anderenfeindlichkeit stellt.
Und dieses „nicht links, nicht rechts, sondern vorne“-Geschwafel kotzt mich inzwischen ziemlich an. Wenn argumentiert wird, dass die PP nicht mit zu einer Demo gegen eine NPD-Kundgebung aufrufen dürfe, da die PP ja schließlich nicht links sei und überhaupt die NPD ja nicht verboten sei und überhaupt: Meinungsfreiheit und so. So eine Meinungsfreiheit mag ich nicht haben, ich mag eine Meinungsfreiheit haben, in der man anderen Meinungen – vor allem, wenn es sich um idiotische und menschenverachtende handelt – auch widersprechen kann. Und wie sieht es dann eigentlich mit Demos gegen CDU-Gesetzesvorhaben und Flashmobs bei CDU-Wahlkampfveranstaltungen aus? Hey, die CDU ist doch auch nicht verboten? Aber wahrscheinlich bin ich einfach nicht weit genug vorne für diese Logik.
Ja, sehr viele Forderungen der Piratenpartei kann ich weiterhin uneingeschränkt unterstützen – aber nicht mehr uneingeschränkt die Piratenpartei. Würde mich freuen, wenn sich das irgendwann ändern würde. Es gibt ja Hoffnung: die Piratenpartei hat (noch?) Mitglieder, die sich darum bemühen und hoffentlich mehr Zeit und Geduld für dieses Vorhaben mitbringen als ich.
Und weil es gerade passt: lest auch mal bei Spreeblick vorbei, falls Ihr das nicht sowieso macht…
Update: Auch unbedingt lesen!


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