Einmal Batteriewechsel bitte!

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Andrea kann nicht ohne Armbanduhr. Daher hat sie auch ein paar. Die brauchen aber hin und wieder neue Batterien, aber das ist ja auch kein Problem. Es gibt da zwei Sorten von Uhren: die, bei denen man die Batterie problemlos selber wechseln kann und die anderen. Ihre Fossil-Uhr, die ich am Mittwoch zwecks Batteriewechsel mit in der Stadt hatte gehört zur zweiten Gruppe. BTW: ein wirklich schöne Uhr, die sogar mir gefallen könnte, obwohl ich wirklich keine Armbanduhren mag, stört mich irgendwie, da was am Handgelenk hängen zu haben (ja, und das von jemandem, der früher nie ohne Nietenarmbänder das Haus verlassen hat ;)). Egal, Andrea meinte, ich solle den Batteriewechsel schnell beim Uhrenservice im Karstadt machen lassen, die wären ganz gut dort.
Aber leider nicht kräftig genug. Die beiden dort haben sich redlich bemüht, konnten die Uhr aber nicht öffnen. Nix zu wollen. Als wäre das Ding verschweisst. Uhr also wieder eingesteckt und meinen Weg fortgesetzt, dabei beim Christ vorbei gekommen. Und ich dachte mir so, dass die das doch hinbekommen müssten, oder nicht? Rein, Uhr rüber gereicht und zu hören bekommen: “Ja, können wir machen, sie können die Uhr am Montag nachmittag wieder abholen – der Uhrmacher ist heute nicht mehr im Haus.”  Nicht gerade das, was ich mir unter einer schnellen Lösung vorstelle, aber was tut man nicht alles für einen fachgerechten Öl Batteriewechsel.
Heute war dann also der grosse Tag: Uhr wieder abholen. Rein in den Laden, Abholschein in die Hand gedrückt und was ich dann zu hören bekam war wirklich unerwartet: “Da steht auf der Tüte, dass noch was anderes kaputt ist. Das können wir nicht machen, wir müssen die Uhr zu Fossil schicken. haben Sie noch Garantie?” Was weiss denn ich, könnte sein, könnte aber auch nicht sein – also Uhr genommen und wie vereinbart mit Andrea getroffen (und sie ist auch fast nicht zu spät gekommen… ist Euch aufgefallen, wie kalt es geworden ist?).
Die Begeisterung war natürlich riesig – aber was will man machen? Erst mal was essen 😀
Und weil wir gerade da waren haben wir es beim Uhrenservice in Kaufhof noch probiert. Uhr abgegeben, einen Abholschein bekommen (”In 10 Minuten können sie die Uhr wieder abholen…” ) und ein wenig durch die DVD-Abteilung gezogen. Dabei drei DVDs gekauft. Nach 10 Minuten waren wir wieder am Uhrenservice und ich habe schon mit einem “Entschuldigung, aber ich habe die Uhr nicht aufgebracht” gerechnet. Stattdessen hörten wir: “Die Uhr hat zwei Batterien, eine für das Uhrwerk und eine für das Display mit der Sekundenanzeige, macht dann 16,50 Euro.”. Wir waren sprachlos… Kurz hatten wir uns überlegt bei Christ nachzufragen, ob es nicht vielleicht so gewesen sein könnte, dass der Uhrmacher die Uhr einfach nicht aufbekommen haben könnte und sie eigentlich gar nicht kaputt ist? Oder anders gesagt: sie ist nicht kaputt. Mit den neuen Batterien tut sie das, was Uhren so tun: die aktuelle Uhrzeit anzeigen. Einwandfrei. Und wir kommen uns ein ganz klein wenig von Christ bzw. dem Uhrmacher dort verscheissert vor. So ein ganz kleines bisschen. Aber wir sind nicht sauer oder so – nur unsere Trauringe werden wir garantiert in einem anderen Laden kaufen.

3 Kommentare

  1. Christoph Rummel

    Nachdem mir eine Uhr nach dem Batteriewechsel mit aufgequollenem Ziffernblatt stehengeblieben war (der Zeiger an den Leutpunkten hängengeblieben), schaute mich der Uhr(kaputt)macher erstaunt an und meinte “Aber dass die Uhr nach dem Batteriewechsel noch wasserdicht ist, das dürfen Sie doch nicht erwarten!” Naja, bei den letzten 4 Batteriewechseln war sie es…

    Apropos… Was ist das eigentlich für ein information dropping?

  2. Autsch, das ist natürlich extra herb… Würde mich mal interessieren, was so mancher Hersteller von Uhren zu solchen “Fachleuten” sagen…

    Information dropping? Hier? Weiss gar nicht, was Du meinst… wink

  3. Friessnegg Christoph

    Warum wohl eine Uhr nach Jahren nicht mehr
    Wasserdicht sein kann.

    Die Erklärung für Laien:

    Das alte Problem, ein Uhrwerk und das Wasser sind Todfeinde.
    Manche Kunden wundern sich, wenn ich sie nach einem Batteriewechsel darauf hinweise, dass die Dichtungen die Uhr nicht mehr 100% schützen und die Uhr deshalb nicht mehr im Wasser getragen werden darf, solange die Dichtungen nicht erneuert sind.

    Wenn die Uhr vor dem Batteriewechsel dicht ist, sollte das nachher doch auch möglich sein, noch dazu wenn ein Fachmann das Gehäuse öffnet und schließt.

    Dieses Problem tritt häufig bei Uhren auf, die gerade mal so wasserdicht sind, also mit 3ATM oder 5ATM (30m oder 50m) gekennzeichnet sind! Klar, die neue Uhr ist meist dicht, weil die Dichtungen noch nicht gealtert und elastisch sind.

    Durch längeres Tragen dringt Schweiß (Säure), Kosmetika, Staub, Schmutz usw. bis zum Dichtungsring vor. Diese Chemikalien machen den Gummi des Dichtungsringes spröde, manchmal greifen sie auch das Uhrgehäuse an!

    Deswegen wird aber Ihre Uhr nicht gleich undicht. Im günstigen Falle wirkt der Schmutz wie ein Schutzschild, wie eine Versiegelung des Gehäuses! Nun ahnen Sie es vielleicht schon? Durch das Öffnen des Gehäusebodens wird diese Versiegelung natürlich aufgebrochen. Der strapazierte Dichtungsring muss alleine das Uhrwerk vor dem Wasser schützen.

    Normalerweise werden defekte Dichtungsringe natürlich sofort ausgewechselt. Aber manche Uhr hat spezielle Form-Dichtungsringe, die extra bestellt werden müssen. Manchmal aber ist das Gehäuse auch dermaßen angegriffen, dass der Dichtungsring alleine auch nichts nützt.

    Hier bleibt dann nur der Rat für den Kunden: “Vorsicht mit Wasser”, oder: “Mehrere Dichtungsteile müssen erneuert werden”.

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